Stories from the City of Worms


Aktuell Texte zu Worms


Heute:

Wie Terence Hill nach Worms kam (wenn er denn kommt)

Eine Posse in mehreren Akten


Es war einmal ein großer Schauspieler, der für einen Nibelungenfilm in den Siebziger Jahren nach Worms kam.

Viele Jahre später solte in der hoffnungsvoll erwachenden Nibelungenstadt eine Fußgängerbrücke eingeweiht und nach Karl Kübel benannt werden. Schon fand sich ein freches Stadtmagazin, das die Brücke eigenmächtig kurzerhand zur "Terence-Hill-Brücke" erklärte, mit großem Aufwand an bereitwilligen Statisten, die für die Fotografen mit Willensbekundungen auf Pappschildern posierten. Sogar eine lebensgroße Pappfigur vom gewünschten Namensgeber (also nicht Karl Kübel) stiftete zu einem viral wirksamen Flashmob an, der es anschließend in die überregionale Medienlandschaft schaffte.

Und schon nach wenigen Monaten überlegte es sich ein OB, dem die Medienpräsenz seiner erwachenden Stadt sehr am Herzen lag, anders und lief mit fliegenden Fahnen über zu den agilen  Terencianern. Der so Geehrte bekam davon Wind , und es geschah ein kleines Wunder von Worms: Zur offiziellen Einweihung wollte er wieder in die kleine Nibelungenstadt mit ihrer markanten Fußgängerbrücke kommen. Das lokale Kino sprang auf, alles jubelte, alle hatten einander lieb.

Doch keine Idylle währt ewig. Kaum hatte die um ihre Brücke geprellte Familie des Karl Kübel von des OBs Umschwenken erfahren, legte sie Protest ein. Und das Stadtoberhaupt ruderte demutsvoll zurück.

Und nu? Kommt er nun trotzdem, der echte Terence (nicht die Pappfigur)? Muss sein neuer Film im Open Air Stadion ohne ihn laufen?

Wird der Platz NEBEN der Brücke vielleicht nach ihm benannt, wie es eine eifrige Partei im Stadtrat vorschlug? Wird Worms bald die einzige Terence-Kübel-Brücke der Welt besitzen? Wird Terence gar ganz zum Kübeln zumute werden in Worms?

Bleiben Sie dran. Wir tun es auch...

 
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